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Back Dir Deinen Mitarbeiter doch selbst! 👨‍🍳

Du suchst einen perfekten Mitarbeiter? Dann viel Spaß beim Warten! 😄

KOSTENLOS · DIREKT UMSETZEN

Mach aus der Idee einen Plan: Nimm die 30-/60-/90-Tage-Checkliste für Deinen nächsten neuen Mitarbeiter. Ohne Anmeldung, ohne Datenübertragung.

Er soll 25 Jahre alt sein, 20 Jahre Berufserfahrung haben, alles können, wenig kosten, nie krank werden und am besten schon vor Arbeitsbeginn wissen, wo der Chef seinen Kaffee stehen hat.

Merkst Du selbst, oder? 😂

Viele Betriebe klagen über Fachkräftemangel. Gleichzeitig werden Bewerber abgelehnt, weil ihnen ein paar Kenntnisse fehlen.

Da stimmt doch etwas nicht!

Vielleicht fehlen Dir nicht die richtigen Bewerber. Vielleicht erwartest Du einfach zu viel von ihnen.

Warum kaufen wir fertige Lösungen, statt Menschen eine Chance zu geben?

Ein Restaurant sucht einen erfahrenen Kellner. Aber vielleicht gibt es jemanden, der freundlich, zuverlässig und aufmerksam ist und den Rest lernen kann.

Ein Handwerksbetrieb sucht jemanden mit fünf Jahren Erfahrung. Aber vielleicht steht da ein motivierter Quereinsteiger, der handwerkliches Geschick mitbringt.

Ein Einzelhändler sucht die perfekte Verkaufskraft. Dabei hat er möglicherweise jemanden vor sich, der wunderbar mit Menschen umgehen kann.

Fachwissen lässt sich vermitteln. Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und echtes Interesse sind nicht so einfach beizubringen.

Natürlich muss jeder die Fähigkeiten und Qualifikationen besitzen, die seine Arbeit tatsächlich erfordert. Gerade bei gefährlichen oder gesetzlich geregelten Tätigkeiten gibt es keine Abkürzungen.

Das AKKOÇ-Rezept: So entwickelst Du Deine eigenen Mitarbeiter

Zutat 1: Streiche unnötige Anforderungen

Schau Dir Deine Stellenanzeige an. Was muss jemand wirklich am ersten Tag können? Was kann er in drei Monaten lernen?

Aus zehn Anforderungen werden möglicherweise nur vier unverzichtbare.

Zutat 2: Suche nach Potenzial statt nach perfekten Lebensläufen

Lade auch Menschen ein, die beruflich neu anfangen möchten. Quereinsteiger, Wiedereinsteiger, ältere Bewerber oder Menschen ohne geradlinigen Lebenslauf.

Frage nicht nur: „Was kannst Du?“ Frage auch: „Was möchtest Du lernen?“

Zutat 3: Mach einen ehrlichen Einarbeitungsplan

Nicht einfach ins kalte Wasser werfen und nach einer Woche meckern.

Die ersten 30 Tage: Betrieb kennenlernen, Grundlagen lernen, erfahrenen Kollegen begleiten und einfache, sichere Aufgaben übernehmen.

Nach 60 Tagen: Mehr Routine entwickeln, Aufgaben unter angemessener Anleitung übernehmen und regelmäßig Rückmeldung erhalten.

Nach 90 Tagen: Gemeinsam prüfen, welche Aufgaben bereits selbstständig und sicher möglich sind und welche weitere Qualifizierung benötigt wird.

Das ist ein beispielhafter Einarbeitungsplan, keine Garantie für eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Zutat 4: Gib dem neuen Mitarbeiter einen Paten

Ein erfahrener Kollege zeigt die Abläufe, erklärt die Besonderheiten und beantwortet Fragen.

Wichtig: Gib diesem Kollegen auch die nötige Zeit dafür. Sonst wird aus Einarbeitung schnell Überforderung.

Zutat 5: Bezahle fair und zeige Perspektiven

Wer Mitarbeiter entwickelt, muss ihnen auch einen Grund geben, zu bleiben.

Anerkennung, faire Bezahlung, vernünftige Arbeitsbedingungen und Weiterbildung gehören dazu.

Denn was bringt Dir die beste Einarbeitung, wenn Dein Mitarbeiter anschließend zur Konkurrenz wechselt?

Und wer bezahlt die Qualifizierung? 💶

Hier wird es interessant!

Unter bestimmten Voraussetzungen unterstützt die Bundesagentur für Arbeit Betriebe bei der beruflichen Weiterbildung ihrer Beschäftigten. Bei kleinen Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten ist im Rahmen der Beschäftigtenqualifizierung eine vollständige Übernahme der förderfähigen Lehrgangskosten vorgesehen; zusätzlich können Zuschüsse zum Arbeitsentgelt während der Weiterbildung möglich sein.

Wichtig: Eine einfache betriebliche Einarbeitung wird dadurch nicht automatisch gefördert. Bei der individuellen Beschäftigtenförderung muss die Weiterbildung unter anderem mehr als 120 Stunden umfassen, zugelassen sein und über eine nur kurzfristige, arbeitsplatzbezogene Anpassung hinausgehen.

Auch ein Eingliederungszuschuss kann infrage kommen, wenn ein dafür geeigneter arbeitsuchender Bewerber wegen einer zunächst geringeren Leistungsfähigkeit voraussichtlich eine längere Einarbeitung braucht. Die normale betriebsübliche Einarbeitung ist nicht förderfähig. Den Antrag unbedingt vor Abschluss des Arbeitsvertrags stellen.

Es besteht kein automatischer Anspruch auf Förderung. Frage frühzeitig beim Arbeitgeber-Service nach.

Offizielle Informationen: Beschäftigtenqualifizierung und Eingliederungszuschuss.

Ein wichtiger Unterschied: Einarbeiten ist nicht Ausbilden 🔧

Du kannst jemanden in Deine betrieblichen Abläufe einarbeiten. Aber Du kannst nicht jede berufliche Qualifikation durch ein paar Wochen Übung ersetzen.

Insbesondere in der Elektrotechnik müssen die vorgeschriebenen fachlichen Voraussetzungen sowie die Leitung und Aufsicht durch entsprechend qualifizierte Elektrofachkräfte eingehalten werden.

Menschen fördern: ja. Sicherheit und Qualifikation überspringen: nein.

DGUV-Information zu elektrotechnisch tätigen Personen.

Mein kostenloser 15-Minuten-Personalcheck 🚀

Nimm Dir ein Blatt Papier und beantworte diese fünf Fragen:

  1. Welche Aufgaben muss mein neuer Mitarbeiter vom ersten Tag an wirklich beherrschen?
  2. Welche Tätigkeiten könnte er innerhalb von drei Monaten unter geeigneter Anleitung lernen?
  3. Wer kann ihn dabei unterstützen?
  4. Welche Weiterbildungs- oder Fördermöglichkeiten kommen infrage?
  5. Was muss ich als Arbeitgeber verbessern, damit er gerne bleibt?

Wenn Du diese Fragen vernünftig beantworten kannst, bist Du bereits einen großen Schritt weiter.

Mein Fazit ❤️

Wir reden ständig vom Fachkräftemangel.

Aber vielleicht sollten wir auch öfter über fehlende Ausbildung, überzogene Erwartungen, schlechte Führung und verschenkte Chancen reden.

Früher haben viele Betriebe ihre Fachkräfte selbst ausgebildet. Warum sollte das heute nicht mehr funktionieren?

Nicht jeder Bewerber passt zu jedem Betrieb. Und nicht jede fehlende Qualifikation lässt sich schnell nachholen.

Aber manchmal steht der richtige Mensch schon vor Dir. Er braucht keine perfekte Stellenanzeige.

Er braucht jemanden, der sein Potenzial erkennt.

Du musst Dir Deinen Mitarbeiter nicht wirklich backen. Aber Du kannst ihm helfen, einer zu werden, den andere Betriebe später gerne hätten.

Und dann solltest Du dafür sorgen, dass er lieber bei Dir bleibt. 😉

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DEIN NÄCHSTER SCHRITT

Weniger über den Fachkräftemangel schimpfen. Potenziale entdecken!