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Der Januar kommt nicht überraschend – warum fehlt trotzdem das Geld?
Saisonale Flaute frühzeitig vorbereiten: separates Durstkonto, einfache Rücklagenformel, echte Liquiditätsplanung. Für Gastronomie und KMU.
Im Dezember volle Tische, im Januar leere Kassen?
Viele Betriebe kennen ihre schwachen Monate. Trotzdem wird der gute Umsatz aus starken Wochen zu schnell als frei verfügbares Geld angesehen. Dabei gehören Umsatz, Gewinn und Kontostand nicht in denselben Topf.
Mein Denkanstoß: Gib einer zusätzlichen Unterkonto-Rücklage einen unübersehbaren Namen: „JANUAR“ oder „DURSTKONTO“. Nicht die IBAN ändern – nur die Kontobezeichnung, soweit Deine Bank das erlaubt.
Was muss vorher getrennt werden?
- Steuern und Umsatzsteuer nicht als eigenes Betriebsgeld behandeln.
- Fällige Löhne, Sozialabgaben, Lieferanten und Miete in der Liquiditätsplanung berücksichtigen.
- Aus den tatsächlichen Zahlen der letzten Jahre die schwachen Monate ermitteln.
- Erst dann festlegen, was Du realistisch als frei verfügbare Reserve ansparen kannst.
Ein Unterkonto ersetzt keine Buchhaltung oder Steuerberatung. Die Rücklage darf nicht dazu führen, dass fällige Verpflichtungen unbezahlt bleiben.
Eine einfache Rechnung als Denkmodell
Angenommen, im schwachen Januar fehlen nach erwarteten Einnahmen 6.000 €, um alle geplanten Ausgaben zu decken. Wenn noch sechs starke Monate bis dahin bleiben, wäre eine rechnerische Zielgröße 1.000 € monatlich. Ob das wirklich geht, entscheidet Deine laufende Liquidität – nicht der Wunsch.
Praxis: Jede Woche 10 Minuten auf die nächsten 13 Wochen schauen: Was kommt sicher rein? Was wird sicher fällig? Wo ist ein Engpass?
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